Aktuell

Solothurner Zeitung vom 4. August 2010:
Unsichtbare Implantate

Aussehen ist alles. Für ein strahlendes Lächeln sind manchmal auch kieferorthopädische Behandlungen notwendig.

Gab es früher für kieferorthopädische Zahnkorrekturen nur die auffällige Aussenspange („Headgear“), so gibt es heute elegante Alternativen zu diesem Headgear: Zum Beispiel Implantate, die an der Gaumendecke oder im Kieferknochen verankert werden.

Der Kieferorthopäde arbeitet mit Kräften, die auf die Zähne einwirken. Zum einen die Kraft, mit der die gewollte Zahnbewegung erfolgt. Zum andern die reziproke Kraft, die man durch den Aufbau eines Widerlagers (einer Verankerung) ausgleicht.

Hanni_Gebistorf
Dr. med. dent.
Hanni Gebistorf
,
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie,
Mitglied der SSO-Solothurn

Dafür sind so genannte „Minischrauben“ ideal: Sie sitzen so fest im Kieferknochen, dass sie einen Grossteil der unerwünschten Kräfte auffangen können. Minischrauben kommen sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern und Jugendlichen zum Einsatz. Sie ermöglichen eine schnelle Behandlungszeit und ersparen unbequeme Aussenspangen.

Heilung ohne Komplikationen
Implantate sind aus reinem Titan. Dieses Material kann sich direkt mit dem Knochen verbinden (Osseointegration), Abstossreaktionen sind äusserst selten. Die Lage in der unbeweglichen Schleimhaut bietet zudem gute Hygienebedingungen.

Das Einsetzen der Implantate geschieht in zwei Schritten: Nach der Betäubungsspritze wird mit genormten Instrumenten das Implantatbett vorbereitet, danach wird das Implantat von Hand eingesetzt.

Das Gaumenimplantat benötigt eine Einheilphase von ca. zwölf Wochen. In dieser Zeit darf das Implantat nicht belastet werden. Danach werden die Apparaturen an dem Implantat befestigt. Die Minischraube oder Mikro-Implantat benötigt keine Einheilzeit, sie kann sofort belastet werden. Nach der kieferorthopädischen Behandlung werden die Mikro-Implantate ohne Probleme wieder entfernt. Ihre ehemaligen Standorte heilen ohne Komplikationen ab und sind später nicht mehr zu erkennen.

"Unsichtbare Implantate" (pdf-Datei, 1725 KB)


    Artikel aus der Reihe "Der Zahnarzt rät ... " (Oltner Tagblatt)
    und "Beim Zahnarzt" (Solothurner Zeitung):


    Informativ und lesenswert:


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